Klassische Musik online - Aktuelles, Konzerte, Biographien, Musik & Videos im Netz.

Klassische Musik und Oper von Classissima

Camille Saint-Saëns

Dienstag 24. Mai 2016


ouverture

7. Februar

Silver Bow (Linn)

ouvertureIn früheren Jahrhunderten war die Entscheidung für eine Besetzung einfach: Es spielten die Instrumente, die vorhanden waren, so, wie es zu den jeweils erforderlichen Stimmen passte. Innovationen, wie die Erfin- dung der Traversflöte, und modische Trends, wie die Einführung der „höfischen“ Geige auch ins bürger- liche Musikleben, wo die Violine einst den Zink aufs Altenteil schickte, veränderten die Zusammensetzung des Ensembles. Doch erst im Spät- barock entstanden die ersten Partien mehr oder minder speziell für ein Instrument. Und noch die Romantiker gaben, freilich vor allem auf Drängen ihrer Musikverleger, Besetzungsalternativen an.  Insofern ist es kein Tabubruch, wenn eine Flötistin Werke spielt, die für die Violine geschrieben worden sind. „My reason for recording this selection of repertoire is a desire to offer a new perspective on familiar composi- tions“, erläutert Katherine Bryan im Beiheft zu dieser CD. „Today the modern flute is able to transport its listeners through many emotions, evoking numerous sound colours and nuances, and is capable of speaking above an orchestra. I feel that primarly, I am a musician rather than a flautist, and most importantly, I see my instrument simply as a vehicle through which to interpret music.“  Das gelingt Bryan sehr beeindruckend. Sie startet mit Ralph Vaughan Williams' The Lark Ascending – und falls tatsächlich jemand dieses Werk nicht kennt, dann dürfte er denken, nachdem er ihre Interpretation gehört hat, es sei für die Flöte entstanden. Exzellent gelungen erklingen auch musikalische Evergreens wie Introduction et Rondo capriccioso op. 28 und Romanze op. 37 von Camille Saint-Saens, die Serenade Nr. 1 von Frantisek Drdla, Liebesleid von Fritz Kreisler, oder aber die unvermeidliche Meditation aus Thais von Jules Massenet. Zu hören sind zudem Caprice Nr. 24 von Niccolo Paganini, und die Zigeunerweisen op. 20 von Pablo de Sarasate. Bei den meisten Stücken musiziert Katherine Bryan gemeinsam mit dem Royal Scottish National Orchestra unter Jac van Steen.  Sämtliche Transkriptionen und Bearbeitungen der Violinstimmen für die Flöte hat die Solistin selbst vorgenommen. Dabei ist ihr sogar eine Ent- deckung gelungen: Die Romanze vom Dmitri Schostakowitsch stammt aus einer Suite mit Musik zu dem Film Die Pferdebremse. Dieses Stück ist wenig bekannt, es hat mit seiner herrlichen Kantilene aber eigentlich das Zeug zum Wunschkonzert-Hit. Und man wird feststellen, dass die Flöte bei den allermeisten Werken auf dieser CD durchaus eine interessante Alternative zur Violine bieten kann – wenn sie denn so virtuos gespielt wird, wie in diesem Falle. Katherine Bryan musiziert höchst durchdacht und präzise, und mit farbenreichem, wandelbaren Ton, stets und in jeder Lage kontrolliert und auf den Punkt. Hörenswert! 

ouverture

8. Mai

Elegy - Harriet Krijgh (Capriccio)

Wie macht sie das nur? Harriet Krijgh spielt elegische Komposi- tionen europäischer Meister der Romantik und der frühen Moderne. Es sind überwiegend sehr bekannte Melodien, doch die junge niederländische Cellistin lässt sie frisch und sehr berührend klingen. Ihr Ton ist hinreißend – so poetisch spielt derzeit kein anderer Cellist, so stimmungsvoll und traumhaft schön. Dennoch wirkt jeder Bogenstrich ganz natürlich, nichts klingt gewollt oder aufgesetzt. Ob der berühmte Schwan aus dem Karneval der Tiere von Camille Saint-Saens, die Waldesruhe von Antonín Dvorák oder Max Bruchs berühmtes Kol Nidrei – die junge Solistin findet zu jedem dieser Stücke einen Zugang, fernab von Edelkitsch und plumper Gefühligkeit. Gekonnt begleitet wird die Solistin von der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz unter Gustavo Gimeno. Mein klarer Favorit auf dieser CD ist ein Werk von Jacques Offenbach, Les larmes de Jacqueline. Bezau- bernd! Und als Zugabe gibt es dann noch eine Bonus-DVD mit einem Porträt der Solistin. 




ouverture

30. März

A Festival of English Organ Music Vol. 1 (MDG)

Der niederländische Organist Ben van Oosten hat sich eingehend mit spätromantischer Orgelmusik be- schäftigt. Für seine Gesamteinspie- lungen der Orgelwerke von Charles-Marie Widor, Camille Saint-Saens, Louis Vierne, Marcel Dupré und Alexandre Guilmant erhielt er zahl- reiche Auszeichnungen. Auch ein Festival französischer Orgelmusik hat der Organist bereits veröffent- licht.  Auf der vorliegenden CD wendet er sich der spätromantischen Orgel- kunst Englands zu. Und da gibt es einiges zu entdecken – angefangen bei dem Instrument, das Ben van Oosten für die Aufnahmen ausgewählt hat. Die Orgel in der Kathedrale von Salisbury wurde 1876/77 von „Father“ Henry Willis (1821 bis 1901), dem renommiertesten englischen Orgelbauer der viktorianischen Zeit, errichtet. Sie ist nicht nur ziemlich groß, sie gilt auch als eine der klangschönsten Orgeln überhaupt; Willis selbst soll erklärt haben, sie sei sein bestes Instrument.  Faszinierend erscheint insbesondere der Farbenreichtum dieser Orgel – wie auch die französischen Instrumente jener Zeit folgten auch die englischen einem orchestralen Konzept mit vielfältigen Klangmöglich- keiten. Van Oosten stellt Orgelwerke vor, die dazu sehr gut passen. Von einem eleganten Divertimento aus der Feder von Percy William Whitlock (1903 bis 1946) bis hin zur hochvirtuosen Concert Ouverture des blinden Organisten Alfred Hollins (1865 bis 1942) reicht das Programm. Sir George Thomas Thalben-Ball (1896 bis 1924) hatte seine Elegy ursprünglich als Zeitfüller während einer Rundfunksendung improvisiert. Fantasia and Tocccata op. 57 von Sir Charles Villiers Stanford (1852 bis 1924) verweisen unüberhörbar auf seine Studienjahre in Leipzig und Berlin. William Thomas Best (1826 bis 1897), einer der weltbesten Organisten seiner Zeit, der lange Jahre als Stadtorganist die Father-Willis-Orgel der St. Georges Hall in Liverpool spielte, erweist van Oosten mit dessen Scherzo Referenz. Effektvoll ist auch das Rondo Capriccioso von Edwin Henry Lemare (1865 bis 1934). Es trägt den Untertitel A Study in Accents, weil mit Hilfe des Schwellers Sforzandi erzeugt werden. Sir Edward William Elgar (1844 bis 1925) hat lediglich zwei Originalkompositionen für die Orgel geschaffen. Van Oosten spielt die Sonata for Organ in G major op. 28, ein Werk von monumentalem Ausmaß. Doch bevor die CD mit dieser Herausforderung endet, erklingt Nimrod, die neunte Enigma-Variation Elgars, in einer Bearbeitung für Orgel von Sir William Harris (1883 bis 1973) – insgesamt wahrlich ein Orgel-Festival, und ein Hörgenuss nicht nur für Kenner und Liebhaber. 

Klassik am Mittag

3. November

Halloween - Grusel in Wort und Ton

Sendung Nummer 638 4.11.2014 & 9.11.2014, 12 Uhr Nicht nur Schiller hat einen ungewöhnlichen Todeslauf, auch Joseph Haydn geschah nach senem Tode "Absonderliches". __________________________________________________ Playlist: 1.) Saint Saens: Canival of the Animals + Danse macabre Philadelphia Orchestra Leitung: Eugene Ormandy Plattenverlag: Sony Classical Erscheinungsjahr: 2002__________________________________________________ 2.) Carl Maria v. Weber - der Freischütz Staatskapelle Dresden Leitung: Carlos Kleiber Plattenverlag: Deutsche Grammophon Erscheinungsjahr: 1973__________________________________________________ 3.) Wolfgang Amadeus Mozart - Don Giovanni La Petite Bande Leitung: Sigiswald Kuijken Plattenverlag: Brilliant Classics Erscheinungsjahr: 1995__________________________________________________ 4.) Franz Liszt - Totentanz Boston Symphony Orchestra Leitung: Seiji Ozawa Plattenverlag: Deutsche Grammophon Erscheinungsjahr: 1988__________________________________________________ 5.) Erlebnis Kammermusik - Ravel - Pavane Flöte: Wolfgang Schulz Harfe: Margit-Anna Süss Plattenverlag: Deutsche Grammophon Erscheinungsjahr:1990__________________________________________________ 6.) im Anschnitt: L.van Beethoven 3. Sinfonnie, 2. Satz: Marcia funebre Royal Philharmonic Orchestra Plattenverlag: TIM Erscheinungsjahr: 1994 __________________________________________________ Falls Sie Lust haben, sich über Joseph Haydn genauer zu informieren, dann empfehle ich Ihnen: Peter Wehle: Haydn, Haydn über alles, K&S 2008 sehr vergnüglich zu lesen!!!!



ouverture

17. Dezember

Let It Snow! (Deutsche Grammophon)

„Seitdem ich denken kann, hatte ich den einen riesigen Wunsch: Einmal die King’s Singers zu treffen, von denen ich schon als Kind jede Aufnahme hatte und pausenlos hörte“, berichtet Albrecht Mayer im Beiheft zu dieser CD. Nun hat der Ausnahme-Oboist seine Lieblingsvokalisten nicht nur getroffen – er hat auch gemeinsam mit ihm musiziert. Das Ergebnis liegt nun auf dem Gaben- tisch des Musikfreunds.  „Dass ich dieses Album aufnehmen durfte, mit diesem weltweit einzigartigen und absolut unvergess- lichen Gesangsensemble, ist ein wunderbares Geschenk für mich“, schwärmt Mayer. Der Zuhörer dürfte ähnlich begeistert sein. Denn „Let It Snow!“ kombiniert bekannte weihnachtliche Melodien mit ebenso präsenten klassischen Hits, wie Winter aus den Vier Jahreszeiten von Antonio Vivaldi, der Sinfonia aus Bachs Weihnachtsoratorium oder der Sérénade d’hiver von Camille Saint-Saens.  Die King’ Singers klingen beschwingt und inspiriert; sie singen noch immer mit der gleichen faszinierenden Präzision und Harmonie, die Albrecht Mayer schon begeistert hat, als er selbst noch im Knabenchor sang. Jeder der sechs Sänger ist ein exzellenter Solist – doch ebenso selbstverständlich steht der Ensembleklang an erster Stelle; das kann durchaus einmal beinahe instrumental wirken.  „Das Ende des Jahres ist eine Zeit, in der man sich eher drinnen aufhält“, erläutert Bariton Christopher Gabbitas, „und die Ereignisse der letzten zwölf Monate noch einmal Revue passieren lässt. Diese Stimmung wollten wir mit der Musik einfangen.“ Der Klang von Oboe, Oboe d’amore und Englischhorn integriert sich dabei wunder- bar in den Gesang. Mayer lässt seine Instrumente juchzen und zwitschern, er saust rasant mit dem Rentiergespann einher, aber er tritt auch zurück in die Linien der Sänger, reiht sich ein in die Stimmen und lässt die Töne schweben. Das hat eine ganz eigene Magie. Bravi! Und bitte mehr davon! 

Camille Saint-Saëns
(1835 – 1921)

Camille Saint-Saëns (9. Oktober 1835 - 16. Dezember 1921) war ein französischer Pianist, Organist, Musikwissenschaftler, Musikpädagoge und Komponist. Er wurde vor allem durch seine „große zoologische Fantasie“ Karneval der Tiere und die Oper Samson et Dalila bekannt.



[+] Weitere Nachrichten (Camille Saint-Saëns)
7. Feb
ouverture
8. Mai
ouverture
30. Mär
ouverture
3. Nov
Klassik am Mittag
3. Mär
Klassik am Mittag
17. Feb
Wordpresssphäre
17. Dez
ouverture
4. Nov
Crescendo
2. Nov
Spiegel Online
3. Sep
Crescendo
30. Aug
ouverture
23. Dez
Klassik am Mittag
8. Aug
ouverture
27. Mai
ouverture
22. Jan
ouverture
12. Dez
ouverture
31. Okt
Klassik am Mittag
26. Okt
Karl Richter in M...
19. Jul
Klassik am Mittag
6. Jun
nmz - KIZ-Nachric...

Camille Saint-Saëns




Saint-Saëns im Netz...



Camille Saint-Saëns »

Große Komponisten der klassischen Musik

Karneval Der Tiere Samson Und Dalila Konzert Für Violine Oratorium

Seit Januar 2009 erleichtert Classissima den Zugang zu klassischer Musik und erweitert deren Zuhörerkreis.
Mit innovativen Servicedienstleistungen begleitet Classissima Neulinge und Musikliebhaber im Internet.


Große Dirigenten, Große Künstler, Große Opernsänger
 
Große Komponisten der klassischen Musik
Bach
Beethoven
Brahms
Debussy
Dvorak
Handel
Mendelsohn
Mozart
Ravel
Schubert
Tschaikowski
Verdi
Vivaldi
Wagner
[...]


browsen Zehn Jahrhunderte der klassischen Musik...