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Klassische Musik und Oper von Classissima

Camille Saint-Saëns

Dienstag 27. September 2016


ouverture

15. Juli

Music for a while (Spektral)

ouvertureZwei Violoncelli und Orgel – das ist eine ganz aparte Kombination, wie diese CD beweist. Joachim Wohlgemuth und Caroline Busser, Violoncello, sowie Christian Bischof, Orgel, haben ein ziemlich buntes Programm eingespielt, das von einzigen Doppelkonzert in g-Moll RV 531 für zwei Violoncelli von Antonio Vivaldi bis hin zu den Drei Stücken für zwei Violoncelli und Orgel op. 62 des Leipziger Cellisten Julius Klengel und von Josef Gabriel Rheinbergers Abendlied aus den Drei Stücken für Violoncello und Orgel op. 150 bis zu Camille Saint-Saens' Prière op. 158. Musik der Romantik auf einer ungleichstufig gestimmten Orgel anzuhören, das ist allerdings dem Ohr nicht durchweg angenehm.  Die eher selten zu hörenden Originalkompositionen haben die Musiker durch eine Reihe von Bearbeitungen populärer Werke ergänzt, beispiels- weise um Henry Purcells Music for a while, im Original für Singstimme und Continuo, den Abendsegen aus Engelbert Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel oder um eine Cello-Version des Largos aus Bachs berühmtem Konzert für zwei Violinen BWV 1043.  Sowohl die beiden Streicher als auch der Organist erhalten zudem Gelegen- heit, ihre Instrumente pur zu präsentieren. Die Toccata Septima aus Georg Muffats Apparatus musico-organisticus gibt Christian Bischof nicht nur die Gelegenheit, eine der raren Quadrupelfugen vorzutragen. Zugleich vermittelt er auch ein Klangbild der Orgel in der ehemaligen Klosterkirche St. Michael, Attel. Dabei handelt es sich um einen Neubau nach Anton Bayr (1716 bis 1792), zu Lebzeiten einer der bedeutendsten Orgelbauer in Bayern. Das Instrument in Attel, erbaut von ihm im Jahre 1769, war damals im weiten Umkreis eines der größten. Allerdings sind von ihm nach mehreren Umbauten  nur das Gehäuse sowie vier Register Metall- pfeifen erhalten geblieben. Daher erfolgte 2013 ein Neubau nach histori- schem Vorbild, mit behutsamer Erweiterung und unter Einbeziehung der originalen Reste. 

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24. Juni

Saint-Saens - Lalo - Martin (Oehms Classics)

Zwei renommierte Musiker präsentieren ein rein französisches Programm. Den Cellisten Wen-Sinn Yang und den Dirigenten Michael Hofstetter eint offenbar die Lust an Entdeckungen ebenso wie die Vorliebe für schnörkelloses Auf-den-Punkt-Musizieren. Der Solist hat mit dem Philharmonischen Orchester Gießen, das Hofstetter derzeit als Generalmusikdirektor leitet, roman- tisches Repertoire erkundet – und dabei Interessantes aufgespürt.  Auf das berühmte Cellokonzert Nr. 1 a-Moll op. 33 von Camille Saint-Saëns (1835 bis 1921) folgt die Ballade für Cello und Orchester von Frank Martin (1890 bis 1974). Der Pfarrerssohn stammt aus Genf, er ist einer der bekanntesten Schweizer Komponisten. Seine ausdrucksstarke Ballade wird vom Violoncello dominiert; das Stück erscheint im Mittelteil geradezu dramatisch, doch dann endet es rundum harmonisch. Édouard Lalo (1823 bis 1892) ist in Lille geboren. Seine Familie kommt aus Spanien. Und als sein „wahres musikalisches Heimatland“ betrachtete Lalo Deutschland; er engagierte sich sehr dafür, das Publikum für die Werke der deutschen Romantik zu begeistern. In seinem Cellokonzert d-Moll hat all dies Spuren hinterlassen. Man hört Gitarrenklänge und spanische Leidenschaft, Melodien, die auch von Schumann stammen könnten – und im letzten Satz wird dann getanzt.  Wen-Sinn Yang erweist sich einmal mehr als ein großartiger Cellist; technisch ist er jeder Herausforderung gewachsen. Und er gestaltet mit noblem Ton und mit Temperament, aber ohne Zuckerguss und ohne überzogenes Pathos. Damit liegt er hörbar auf einer Linie mit Hofstetter. Bravi! 




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23. Juni

Incantations (Genuin)

Eine hinreißende CD hat jüngst das Ensemble Quintessenz veröffentlicht. Das Leipziger Flötenquintett besteht nunmehr seit 20 Jahren – und aus diesem Anlass beschenkt es sein Publikum mit einem magischen Al- bum: Incantations, Beschwörungen, haben die Musiker auf das Cover geschrieben.  Dieser Titel ist treffend gewählt. Denn der Hörer darf sich auf allerlei Zauberhaftes gefasst machen – so sind beispielsweise die Tänze, von Gioachino Rossinis Tarantella La Danza über Claude Debussys La danse de Puck bis hin zu Camille Saint-Saens' Danse macabre, nicht ohne Hintersinn ausgesucht. Ungarisches Temperament zeigt das Quintett bei Franz Dopplers stimmungsvoller Fantaisie Pastorale Hongroise. Die CD enthält zudem zwei Ersteinspielungen von Werken, die speziell für Quintessenz entstanden sind – Medusa von Anže Rozman und Spells von Ian Clarke.  Arrangiert hat die Stücke ansonsten Gudrun Hinze. Wie es ihr gelingt, den Klang eines ganzen Orchesters mit nur fünf Flöten zu imitieren, das grenzt mitunter an Magie. Insbesondere ihre Bearbeitung von Felix Mendelssohn Bartholdys Ein Sommernachtstraum ist absolut bezaubernd; die Flöten-Variante begeistert mit Klangfarben und Fluidum. Mit gefällt sie beinahe besser als das Original. Und in den 19 Variationen aus Marin Marais' Les Folies d'Espagne gelingt es Gudrun Hintze sogar, Gambe, Harfe und spanische Rhythmusinstrumente mit dem Flötenensemble anklingen zu lassen. Grandios! 

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7. Februar

Silver Bow (Linn)

In früheren Jahrhunderten war die Entscheidung für eine Besetzung einfach: Es spielten die Instrumente, die vorhanden waren, so, wie es zu den jeweils erforderlichen Stimmen passte. Innovationen, wie die Erfin- dung der Traversflöte, und modische Trends, wie die Einführung der „höfischen“ Geige auch ins bürger- liche Musikleben, wo die Violine einst den Zink aufs Altenteil schickte, veränderten die Zusammensetzung des Ensembles. Doch erst im Spät- barock entstanden die ersten Partien mehr oder minder speziell für ein Instrument. Und noch die Romantiker gaben, freilich vor allem auf Drängen ihrer Musikverleger, Besetzungsalternativen an.  Insofern ist es kein Tabubruch, wenn eine Flötistin Werke spielt, die für die Violine geschrieben worden sind. „My reason for recording this selection of repertoire is a desire to offer a new perspective on familiar composi- tions“, erläutert Katherine Bryan im Beiheft zu dieser CD. „Today the modern flute is able to transport its listeners through many emotions, evoking numerous sound colours and nuances, and is capable of speaking above an orchestra. I feel that primarly, I am a musician rather than a flautist, and most importantly, I see my instrument simply as a vehicle through which to interpret music.“  Das gelingt Bryan sehr beeindruckend. Sie startet mit Ralph Vaughan Williams' The Lark Ascending – und falls tatsächlich jemand dieses Werk nicht kennt, dann dürfte er denken, nachdem er ihre Interpretation gehört hat, es sei für die Flöte entstanden. Exzellent gelungen erklingen auch musikalische Evergreens wie Introduction et Rondo capriccioso op. 28 und Romanze op. 37 von Camille Saint-Saens, die Serenade Nr. 1 von Frantisek Drdla, Liebesleid von Fritz Kreisler, oder aber die unvermeidliche Meditation aus Thais von Jules Massenet. Zu hören sind zudem Caprice Nr. 24 von Niccolo Paganini, und die Zigeunerweisen op. 20 von Pablo de Sarasate. Bei den meisten Stücken musiziert Katherine Bryan gemeinsam mit dem Royal Scottish National Orchestra unter Jac van Steen.  Sämtliche Transkriptionen und Bearbeitungen der Violinstimmen für die Flöte hat die Solistin selbst vorgenommen. Dabei ist ihr sogar eine Ent- deckung gelungen: Die Romanze vom Dmitri Schostakowitsch stammt aus einer Suite mit Musik zu dem Film Die Pferdebremse. Dieses Stück ist wenig bekannt, es hat mit seiner herrlichen Kantilene aber eigentlich das Zeug zum Wunschkonzert-Hit. Und man wird feststellen, dass die Flöte bei den allermeisten Werken auf dieser CD durchaus eine interessante Alternative zur Violine bieten kann – wenn sie denn so virtuos gespielt wird, wie in diesem Falle. Katherine Bryan musiziert höchst durchdacht und präzise, und mit farbenreichem, wandelbaren Ton, stets und in jeder Lage kontrolliert und auf den Punkt. Hörenswert! 



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30. März

A Festival of English Organ Music Vol. 1 (MDG)

Der niederländische Organist Ben van Oosten hat sich eingehend mit spätromantischer Orgelmusik be- schäftigt. Für seine Gesamteinspie- lungen der Orgelwerke von Charles-Marie Widor, Camille Saint-Saens, Louis Vierne, Marcel Dupré und Alexandre Guilmant erhielt er zahl- reiche Auszeichnungen. Auch ein Festival französischer Orgelmusik hat der Organist bereits veröffent- licht.  Auf der vorliegenden CD wendet er sich der spätromantischen Orgel- kunst Englands zu. Und da gibt es einiges zu entdecken – angefangen bei dem Instrument, das Ben van Oosten für die Aufnahmen ausgewählt hat. Die Orgel in der Kathedrale von Salisbury wurde 1876/77 von „Father“ Henry Willis (1821 bis 1901), dem renommiertesten englischen Orgelbauer der viktorianischen Zeit, errichtet. Sie ist nicht nur ziemlich groß, sie gilt auch als eine der klangschönsten Orgeln überhaupt; Willis selbst soll erklärt haben, sie sei sein bestes Instrument.  Faszinierend erscheint insbesondere der Farbenreichtum dieser Orgel – wie auch die französischen Instrumente jener Zeit folgten auch die englischen einem orchestralen Konzept mit vielfältigen Klangmöglich- keiten. Van Oosten stellt Orgelwerke vor, die dazu sehr gut passen. Von einem eleganten Divertimento aus der Feder von Percy William Whitlock (1903 bis 1946) bis hin zur hochvirtuosen Concert Ouverture des blinden Organisten Alfred Hollins (1865 bis 1942) reicht das Programm. Sir George Thomas Thalben-Ball (1896 bis 1924) hatte seine Elegy ursprünglich als Zeitfüller während einer Rundfunksendung improvisiert. Fantasia and Tocccata op. 57 von Sir Charles Villiers Stanford (1852 bis 1924) verweisen unüberhörbar auf seine Studienjahre in Leipzig und Berlin. William Thomas Best (1826 bis 1897), einer der weltbesten Organisten seiner Zeit, der lange Jahre als Stadtorganist die Father-Willis-Orgel der St. Georges Hall in Liverpool spielte, erweist van Oosten mit dessen Scherzo Referenz. Effektvoll ist auch das Rondo Capriccioso von Edwin Henry Lemare (1865 bis 1934). Es trägt den Untertitel A Study in Accents, weil mit Hilfe des Schwellers Sforzandi erzeugt werden. Sir Edward William Elgar (1844 bis 1925) hat lediglich zwei Originalkompositionen für die Orgel geschaffen. Van Oosten spielt die Sonata for Organ in G major op. 28, ein Werk von monumentalem Ausmaß. Doch bevor die CD mit dieser Herausforderung endet, erklingt Nimrod, die neunte Enigma-Variation Elgars, in einer Bearbeitung für Orgel von Sir William Harris (1883 bis 1973) – insgesamt wahrlich ein Orgel-Festival, und ein Hörgenuss nicht nur für Kenner und Liebhaber. 

Camille Saint-Saëns
(1835 – 1921)

Camille Saint-Saëns (9. Oktober 1835 - 16. Dezember 1921) war ein französischer Pianist, Organist, Musikwissenschaftler, Musikpädagoge und Komponist. Er wurde vor allem durch seine „große zoologische Fantasie“ Karneval der Tiere und die Oper Samson et Dalila bekannt.



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